03.08.2026

Baumfrevel - Vandalismus in der Kleingartenanlage

Erneut ist in der vom Kleingartenverein Eching e.V. betreuten Kleingartenanlage ein Baum aus dem öffentlichen Bereich abgesägt und entwendet worden. Die Kosten für Nachpflanzung und Pflege trägt die Allgemeinheit – also alle Bürgerinnen und Bürger. Zwischen dem 23. und 25. Juli 2026 haben unbekannte Täter südlich des Vereinshauses der Kleingartenanlage eine Esskastanie in Bodennähe abgesägt. Der Stamm mit einem Durchmesser von rund 10 cm wurde mitgenommen und die abgetrennten Äste zurückgelassen. Der Baum war vor rund fünf Jahren von der Gemeinde gepflanzt worden und stand als gestaltendes Ziergehölz und Element des Klimaschutzes im öffentlichen Teil der Anlage. 


Die Allgemeinheit trägt den Schaden

Die Pflanzung einer neuen Esskastanie liegt je nach Baumgröße bei 1.000 bis 1.600 Euro. Neben den einmaligen Kosten für Lieferung und Pflanzung, kommt der Aufwand für Bewässerung und Pflege in den ersten Standjahren hinzu. Bezahlt wird das aus dem Gemeindehaushalt – und damit aus Steuermitteln. Geld, das an anderer Stelle fehlt: bei Spielplätzen, Grünflächen oder weiteren Baumpflanzungen.
Nicht ersetzen lässt sich der Zeitverlust. Für die entwendete Esskastanie war eine Lebenserwartung von weit mehr als 15 Jahren eingestuft. Ein Baum entfaltet seine Wirkung erst mit zunehmender Krone – mit jedem gefällten Baum beginnt diese Entwicklung wieder bei null.

 

Bäume als Baustein der Klimaanpassung

Die Gemeinde pflanzt Bäume nicht allein aus optischen Gründen, Bäume sind ein zentraler Baustein der kommunalen Klimaanpassung: Sie beschatten Wege und Aufenthaltsflächen, senken durch Verdunstung die Umgebungstemperatur, halten Regenwasser zurück und bieten Lebensraum für Insekten und Vögel. 

Unter einem gut mit Wasser versorgten Baum liegt die Temperatur um zwei bis drei Grad niedriger als im Umfeld. Gerade in den zunehmend heißen Sommern ist jeder Schattenspender ein Gewinn für die Aufenthaltsqualität und die Gesundheit der Bevölkerung.

In Eching ist das besonders anspruchsvoll. Die Münchner Schotterebene speichert kaum Regenwasser – das Wasser sickert schnell in tiefere Schichten ab. Junge Bäume wachsen hier nur schwer an, weil ihr Wurzelwerk noch nicht tief genug reicht, um an Wasser zu gelangen. Sie müssen über Jahre regelmäßig gegossen und gepflegt werden, bis sie sich selbst versorgen können. Jede erfolgreiche Baumpflanzung ist deshalb das Ergebnis langjähriger Arbeit und laufender Kosten – und umso schwerer zu ersetzen.


Kein Einzelfall – und eine Straftat

Nach Angaben aus der Kleingartenanlage ist es innerhalb der letzten sechs Jahre bereits der dritte Baum, der in diesem Bereich auf diese Weise verloren gegangen ist.
Die Gemeinde stellt Anzeige gegen Unbekannt. Das Abschneiden und Mitnehmen eines Baumes ist kein Bagatelldelikt, sondern erfüllt den Tatbestand der Sachbeschädigung und des Diebstahls und ist damit strafbar.

Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Die Gemeinde bittet um Aufmerksamkeit und Rücksicht: Wer verdächtige Beobachtungen in oder an öffentlichen Grünflächen macht, sollte sich an die Polizei oder die Gemeindeverwaltung wenden. Hinweise zu dem aktuellen Fall nimmt die Polizeiinspektion Neufahrn entgegen.
Öffentliche Bäume sind Gemeinschaftseigentum. Sie zu schützen ist eine Aufgabe, die alle betrifft.

Weitere Beiträge

04.08.2026
Klimapartnerschaft: Urubamba zu Besuch in Eching

Vom 19. bis 26. Juli war eine Delegation aus Politik und Verwaltung unserer peruanischen Partnerkommune Urubamba in Eching zu Gast. Die Klimapartnerschaft ergänzt die langjährige Verbindung zwischen beiden Kommunen um einen fachlichen Austausch zu den Folgen des Klimawandels. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wasserknappheit, 
Landwirtschaft und Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Umweltbildung. 

Während der Besuchswoche informierten sich die Gäste über verschiedene Ansätze aus Eching und der Region. Auf Gut Neuhof fand ein Wissensaustausch zu Landwirtschaft, Boden- und Wassermanagement, klimaresilienten Pflanzen, Kartoffelanbau und regionaler Wertschöpfung statt. Weitere Stationen waren unter anderem die Kläranlage Grüneck, der Abfallentsorgungsbetrieb Steiger, der Heideflächenverein und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. 

04.08.2026
30-jähriges Jubiläum Kindergarten Sonnenblume

Jubiläumssommerfest 2026 - 30 Jahre Gemeindekindergarten Sonnenblume. Bei sommerlichen Temperaturen feierte der Gemeindekindergarten Sonnenblume in Günzenhausen sein 30-jähriges Bestehen. 
Nach dem festlichen Einzug der Kindergartenkinder begleitet von den Kohlstattmusikanten begrüßte zur Eröffnung die Leiterin Frau Taranczewski-Wutz den Ersten Bürgermeister Herrn Michael Steigerwald, der seine Glückwünsche zu diesem besonderen Jubiläum überbrachte. 

Die Kindergartenkinder führten nach dem Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ ein Theaterstück auf, passend zu den Gruppennamen der zwei Kindergartengruppen: Raupen und Schmetterlinge. Auch die Vorschulkinder hatten zu einem Kinder Rap-Lied „Glücklich sein“ einen besonderen Auftritt mit selbstgestalteten T-Shirts.

Anschließend konnte das reichhaltige Buffet, hauptsächlich gestellt von den Kindergarteneltern und ergänzt von Spenden der örtlichen Gastronomie, genossen werden. Für die musikalische Begleitung sorgten die Kohlstattmusikanten.

Eis und Eiskaffee waren an diesem Tag eine willkommene Abkühlung. Mit tatkräftiger Unterstützung des Elternbeirates und des Fördervereins war ein buntes Programm für die Kinder geboten.
An der Fotobox entstanden Erinnerungsbilder, bei der Tombola gab es tolle Preise zu gewinnen. Ob Schatzsuche im Sand, Kinderschminken, Tattoos oder Armbandfädeln in den kühlen Räumen des Kindergartens: Für jeden war etwas geboten. 

03.08.2026
Schulwegwettbewerb 2026

Auch in diesem Jahr beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Eching am Schulwegwettbewerb 2026 – einer Aktion zur Förderung nachhaltiger und sicherer Schulwege. Insgesamt nahmen rund 580 Kinder aus zwei Echinger Schulen teil und sammelten fleißig Punkte für jeden zurückgelegten klimafreundlichen Schulweg.

Mitgemacht haben die Grund- und Mittelschule Eching an der Danziger Straße mit 18 Klassen sowie die Grundschule Eching an der Nelkenstraße mit 8 Klassen. Rund 400 Schülerinnen und Schüler der Danziger Straße und etwa 180 Kinder der Nelkenstraße beteiligten sich aktiv an der Aktion – ein starkes Zeichen für umweltbewusstes Verhalten im Alltag.

Ziel des Schulwegwettbewerbs ist es, Kinder spielerisch für eine umweltfreundliche und gesunde Mobilität zu sensibilisieren – sei es zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf dem Rückgang von sogenannten „Elterntaxis“, um Verkehrschaos und gefährliche Situationen vor den Schulen zu vermeiden und die Eigenständigkeit der Kinder zu fördern.