Moorbodenausstellung Licht ins Moor im Rathaus ab 26.10.
Moore sind einzigartige Lebensräume und zugleich wichtige natürliche Klimaschützer. Welche Bedeutung Moorböden für den Naturhaushalt, die Artenvielfalt und den Klimaschutz haben, zeigt die Ausstellung „Licht ins Moor“, die vom 26. Oktober bis 13. November 2026 im Rathaus Eching zu sehen ist. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Entstehung und die besonderen Eigenschaften von Moorböden und macht deutlich, welche vielfältigen Funktionen Moore erfüllen. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, speichern Wasser und binden große Mengen Kohlenstoff. Werden Moorböden entwässert, wird dieser gebundene Kohlenstoff teilweise als Treibhausgas freigesetzt. Der Erhalt und die Wiederherstellung von Mooren sind deshalb wichtige Zukunftsaufgaben für den Klima- und Naturschutz.
Auch der Freistaat Bayern hat dem Moorschutz eine zentrale Bedeutung beigemessen. Mit dem „Masterplan Moore in Bayern“ verfolgt Bayern das Ziel, Moore als wertvolle Ökosysteme und natürliche Kohlenstoffspeicher zu erhalten und wiederherzustellen. Bis zum Jahr 2040 sollen insgesamt 55.000 Hektar Moorböden saniert und wieder vernässt werden.
Für Eching ist das Thema dabei nicht nur von überregionaler Bedeutung, sondern liegt unmittelbar vor der eigenen Haustür: Die Gemeinde liegt am Rand des Freisinger Mooses und ist Teil des Landschaftsraums „Freisinger Moos und Echinger Gfild“, in dem bis heute wertvolle Niedermoorflächen und moortypische Lebensräume erhalten sind. Das Freisinger Moos zählt zu den bedeutenden noch erhaltenen Niedermoorgebieten Bayerns.
Damit hat auch die Gemeinde Eching eine besondere Verantwortung, die verbliebenen wertvollen Landschaftsbereiche zu erhalten und ihre Bedeutung für Natur, Wasserhaushalt und Klimaschutz sichtbar zu machen. Die Ausstellung möchte hierzu einen Beitrag leisten und den Blick auf einen Lebensraum lenken, der vielen Menschen zwar vertraut, in seiner ökologischen Bedeutung aber oft noch wenig bekannt ist.
Die Ausstellung ist aus der Zusammenarbeit des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürstenfeldbruck mit dem Verein Dachauer Moos und den Moorfachkräften der Landkreise München, Dachau und Fürstenfeldbruck entstanden.