27.07.2026

Angespannte Haushaltslage in Eching

Die finanzielle Situation der Gemeinde Eching ist derzeit herausfordernd, denn wichtige Einnahmen gehen zurück, während zentrale Ausgaben weiter steigen. Besonders spürbar ist der Rückgang bei der Gewerbesteuer, einer der wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde. Nach einem Höchststand von rund 9,13 Mio. Euro 2024 sind für 2026 nur noch etwa 6,2 Mio. Euro Ist-Einnahmen verbucht (jeweils 30. Juni eines Jahres). 

Gleichzeitig wachsen zentrale Ausgaben laut Ansatz für 2026 deutlich an: Die Personalkosten liegen inzwischen bei 28,04 % des Verwaltungshaushalts, die Umlage an den Landkreis bei 29,71 % und die Kosten für die Kinderbetreuung bei 8,26 %. Viele dieser Ausgaben sind gesetzlich vorgegeben und von der Gemeinde nicht frei steuerbar. Zusammen binden sie rund zwei Drittel des Verwaltungshaushalts, sodass für freiwillige Aufgaben und Investitionen nur wenig Spielraum bleibt.

Um wichtige Vorhaben dennoch finanzieren zu können, greift die Gemeinde auf ihre Rücklagen zurück. Von rund 20,8 Mio. Euro zum Jahresende 2025 werden voraussichtlich bis 2027 fast alle Mittel aufgebraucht sein – bis auf eine gesetzliche Mindestrücklage von etwa 500.000 Euro. 

Da auch die aktuellen Steuerschätzungen keine baldige Entlastung erwarten lassen, arbeitet die Verwaltung gezielt daran, zusätzliche Einnahmen zu erschließen und neue Schulden so gering wie möglich zu halten.
Kredite setzt die Gemeinde bewusst nur dort ein, wo sie unvermeidbar sind. Denn jede Aufnahme belastet den Haushalt über Jahre durch Zinsen und Tilgung.

Die Gemeindeverwaltung rechnet aktuell NICHT mit einer Haushaltssperre, möchte jedoch deutlich machen, dass die finanzielle Lage angespannter ist, als es in der Vergangenheit suggeriert wurde. Künftig wird daher bewusst zurückhaltender mit den Ausgaben umgegangen, um auch bei unvorhergesehenen Belastungen handlungsfähig zu bleiben.

Vor diesem Hintergrund ist eine konsequente Priorisierung der Ausgaben erforderlich. Zu prüfen sind insbesondere Maßnahmen zur Einnahmensteigerung, eine kritische Bewertung freiwilliger Leistungen sowie eine mittelfristige Finanzplanung, die die aufgezeigten Entwicklungen berücksichtigt.

Das Ziel der Gemeinde bleibt klar: verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umzugehen und Eching finanziell handlungsfähig zu halten – auch bei angespannter Haushaltslage.

Weitere Beiträge

28.07.2026
KiTa Eching West Nachtbauarbeiten KW 32/33

Im Rahmen der derzeit stattfindenden Bauarbeiten des laufenden Bauvorhabens an der Hollerner Straße 59 in Eching West kommt es voraussichtlich in den Kalenderwochen 32 und 33 zu Nachtbauarbeiten.
Grund sind zusammenhängende und notwendige Betonierarbeiten, die an ein bis zwei Tagen auch in den Nachtstunden fortgeführt werden müssen. Dadurch kann es außerhalb der üblichen Arbeitszeiten zu nächtlichen Baugeräuschen kommen.

Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden bereits im Vorfeld über die zu erwartenden Beeinträchtigungen informiert. Der konkrete Termin der Nachtbauarbeiten wird Anfang der Kalenderwoche 32 direkt an der Baustelle Hollerner Straße 59 ausgehängt.

Die Gemeinde Eching bedauert die unvermeidbaren Einschränkungen und bittet die Anwohnerschaft um Verständnis und Geduld. 

24.07.2026
Ortsbuslinie 696: Haltestelle Deutenhausen

In den vergangenen Wochen hielt die Ortsbuslinie 696 entlang der Burgstraße in Deutenhausen zeitweise an unterschiedlichen Haltestellen. Bei den Fahrgästen führte dieses zu Unklarheiten, da der Ein- und Ausstieg nicht eindeutig lokalisiert war. Grund dafür war eine geänderte Streckenführung, die nicht korrekt kommuniziert wurde.

Ab Montag, den 27.07.2026, gilt wieder der ursprüngliche Routenverlauf: 

Start- und Endpunkt der Linie ist die Haltestelle in der Burgstraße auf Höhe der Zufahrt Am Anger. 

Dort hat die Gemeinde auch das Wartehäuschen zum Linienstart mit Sitzbank und Mülleimer ausgestattet, um den Bürgerinnen und Bürgern die Wartezeit angenehmer zu gestalten.

23.07.2026
Das Brass Wiesn Festival verlässt 2027 Eching

Die Gemeinde Eching bedauert die Entscheidung des Veranstalters Sonnenrot GmbH, das Brass Wiesn Festival künftig an einem neuen Standort außerhalb Echings auszurichten. Noch im März 2025 hatten die Gemeinde Eching und die Sonnenrot GmbH gemeinsam die Vertragsunterzeichnung für den Fortbestand des Festivals in Eching bis zum Jahr 2029 bekannt gegeben. Gut ein Jahr später kündigt der Veranstalter nun überraschend den Weggang aus der Gemeinde an.

Begründet wird die Entscheidung mit der fehlenden dauerhaften Infrastruktur am bisherigen Standort. Frischwasserversorgung, Abwasser, Stromversorgung und weitere Einrichtungen mussten bislang jedes Jahr seitens des Veranstalters neu auf- und wieder abgebaut werden.

Von der Entscheidung sowie der bevorstehenden Pressemitteilung der Sonnenrot GmbH hat die Gemeinde Eching erst unmittelbar vor deren Verkündung erfahren. Auch mit dem früheren Einbeziehen in der Entscheidungsphase hätte die Gemeinde Eching im Dr.-Enßlin-Park nicht die Infrastruktur bereitstellen können, die der Veranstalter am neuen Standort vorfindet.

Die Gemeinde nimmt diese Entwicklung mit großem Bedauern zur Kenntnis, denn das Brass Wiesn Festival hatte ein weites Einzugsgebiet und war für Eching und die gesamte Region ein Gewinn. Zudem sorgte die Lage des Festivalgeländes am Echinger See in den Augen vieler Besucher für ein ganz besonderes Flair, das nun fehlen wird.

Das Brass Wiesn Festival findet 2026 ein letztes Mal in Eching statt. Die Gemeinde wünscht der Brass Wiesn und der Sonnenrot GmbH ein gutes Gelingen am neuen Standort ab 2027 und bedankt sich für zwölf Jahre Brass Wiesn in Eching.