Mähroboter und Rasentrimmer erleichtern die Gartenpflege – für Igel können sie jedoch zur tödlichen Gefahr werden. Das Umweltamt der Gemeinde Eching appelliert daher an alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, ihre Geräte igelfreundlich einzusetzen. Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten sind die Tiere nachts auf Nahrungssuche unterwegs, Jungigel verlassen in dieser Zeit erstmals ihr Nest.
Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Genau dieses Verhalten macht sie für Mähroboter besonders verletzlich: Viele Geräte erkennen die Tiere nicht als Hindernis. Die Folge sind schwere Schnittverletzungen an Beinen, Schnauze und Bauch, die häufig tödlich verlaufen oder eine langwierige Behandlung erfordern.
Ebenso gefährlich sind Rasentrimmer, Freischneider und Motorsensen. Sie werden gerade dort eingesetzt, wo Igel und ihre Nester zu finden sind: an Hecken, Zäunen, Mauern, unter Sträuchern und im hohen Gras. Die schnell rotierenden Fäden und Messer verursachen tiefe Wunden, ohne dass die Tiere im dichten Bewuchs vorher gesehen werden. Auch Igelnester mit Jungtieren werden dabei häufig zerstört.

Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) gehört zu den besonders geschützten Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz.
Es ist verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie ihre Ruhestätten zu beschädigen. Wer beim Einsatz von Gartengeräten die nötige Sorgfalt vermissen lässt, kann sich ordnungswidrig verhalten.
Das Umweltamt empfiehlt
Was tun bei einem verletzten Igel?
Verletzte Tiere sollten mit Handschuhen in einem Karton mit Handtuch gesichert, warm und ruhig gehalten und umgehend einer wildtierkundigen Tierärztin oder einem Tierarzt beziehungsweise einer Igelpflegestelle vorgestellt werden. Wichtig: Vorher immer telefonisch Kontakt aufnehmen – die Betreuung erfolgt in der Region überwiegend ehrenamtlich, Tiere können nicht abgeholt werden.
Ansprechpartner in der Region: