13.08.2026

Rücksichtnehmen auf Igel - Vorsicht bei der Gartenpflege

Mähroboter und Rasentrimmer erleichtern die Gartenpflege – für Igel können sie jedoch zur tödlichen Gefahr werden. Das Umweltamt der Gemeinde Eching appelliert daher an alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, ihre Geräte igelfreundlich einzusetzen. Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten sind die Tiere nachts auf Nahrungssuche unterwegs, Jungigel verlassen in dieser Zeit erstmals ihr Nest.

Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Genau dieses Verhalten macht sie für Mähroboter besonders verletzlich: Viele Geräte erkennen die Tiere nicht als Hindernis. Die Folge sind schwere Schnittverletzungen an Beinen, Schnauze und Bauch, die häufig tödlich verlaufen oder eine langwierige Behandlung erfordern.

Ebenso gefährlich sind Rasentrimmer, Freischneider und Motorsensen. Sie werden gerade dort eingesetzt, wo Igel und ihre Nester zu finden sind: an Hecken, Zäunen, Mauern, unter Sträuchern und im hohen Gras. Die schnell rotierenden Fäden und Messer verursachen tiefe Wunden, ohne dass die Tiere im dichten Bewuchs vorher gesehen werden. Auch Igelnester mit Jungtieren werden dabei häufig zerstört.


Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) gehört zu den besonders geschützten Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz. 

Es ist verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie ihre Ruhestätten zu beschädigen. Wer beim Einsatz von Gartengeräten die nötige Sorgfalt vermissen lässt, kann sich ordnungswidrig verhalten.

Das Umweltamt empfiehlt
 

  • Keine Mähroboter in der Dämmerung und nachts: Igel sind vor allem zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang aktiv. Der Einsatz sollte auf die Tagesstunden begrenzt werden.
  • Fläche vorher kontrollieren: Vor dem Mähen und Trimmen Hecken, Sträucher und hohes Gras nach Tieren absuchen.
  • Rasentrimmer nur mit Bedacht einsetzen: Bewuchs an Hecken, Zäunen und Mauern zunächst mit einem Stock vorsichtig aufscheuchen, nicht blind in dichtes Grün schneiden und den Trimmer nicht bis auf den Boden führen.
  • Sicherheitsabstand einhalten: Begrenzungen so legen, dass dichte Hecken, Laub- und Reisighaufen nicht befahren werden.
  • Rückzugsräume schaffen: Wilde Ecken, Laubhaufen und Totholz bieten Nahrung, Unterschlupf und Winterquartier.
  • Gefahrenstellen sichern: Kellerschächte, Gruben, Teiche mit Ausstiegshilfen versehen.
  • Achtung Gelbe Säcke: diese am besten erst früh morgens rausstellen, da Igel die Speisereste riechen und sich auch mal darin verkriechen können 


Was tun bei einem verletzten Igel?

Verletzte Tiere sollten mit Handschuhen in einem Karton mit Handtuch gesichert, warm und ruhig gehalten und umgehend einer wildtierkundigen Tierärztin oder einem Tierarzt beziehungsweise einer Igelpflegestelle vorgestellt werden. Wichtig: Vorher immer telefonisch Kontakt aufnehmen – die Betreuung erfolgt in der Region überwiegend ehrenamtlich, Tiere können nicht abgeholt werden.

Ansprechpartner in der Region:
 

  • Igelnothilfe Moosburg, Frau Kolar – Telefon 08761 60365, ggf. auf Band sprechen (Igel-Ansprechpartnerin des Tierschutzvereins Freising e. V.)
  • Tierschutzverein Freising e. V., Kleintierhaus Freising – Parkstraße 19, 85356 Freising, kleintiere@tierschutzverein-freising.de 
  • Beratung und Vermittlung an Pflegestellen; Wildtiere können im Tierheim selbst nicht aufgenommen werden
  • Tierärztlicher Notdienst Landkreis Freising – 08161 / 3832 (außerhalb der Sprechzeiten des örtl. Tierarztes)

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Zum Auftakt am Freitagnachmittag stellte der geschäftsführende Gesellschafter und Mitbegründer des Unternehmens Salm & Stegen Geographen und Stadtplaner, Dr. Volker Salm, eine Hochrechnung zum künftigen Bedarf an Kindergarten- und Schulplätzen vor. Die Zahlen sind eine wichtige Grundlage für die Planung der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in den kommenden Jahren.

Danach beriet das Gremium über eine Priorisierungsliste für künftige Baugebiete und über die Gestaltung des Bürgerplatzes. Außerdem ging es um den Verwaltungshaushalt, vor allem um die Kreisumlage und die Personalkosten, sowie um die Auswirkungen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) auf die Gemeinde. Am Samstag befasste sich der Gemeinderat mit dem Stellenplan der Verwaltung und der Investitionsliste. 

„In der Klausur hatten wir die Zeit, die großen Themen zusammenhängend und in Ruhe zu besprechen. Wir konnten konkretisieren, wie viele Betreuungs- und Schulplätze Eching künftig braucht, wo wir baulich wachsen wollen und was wir uns finanziell leisten können. Das ist eine gute Grundlage für die Entscheidungen der nächsten Monate“, teilt Erster Bürgermeister Michael Steigerwald mit.