Am 12. Juni lud das Echinger Kulturforum zur feierlichen Vernissage in die Rathaus Galerien ein. Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung steht die dreidimensionale Papierkunst der Echinger Künstlerin Mona Tenorth, die mit ihren Arbeiten eindrucksvoll die gestalterischen Möglichkeiten dieses Materials aufzeigt. Die Eröffnung nahm Echings Dritter Bürgermeister, Marco Stuckenberger, vor. Im Anschluss stellte die Leiterin des Kulturforums, Frau Dr. Sybille Schmidtchen, die Künstlerin und ihr Schaffen näher vor.
Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Juli während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich von den Werken Mona Tenorths inspirieren zu lassen.

Mit einer faszinierenden Dimension der Kunst im Echinger Rathaus, bei der Papier nicht mehr nur als flacher Untergrund für Farbe dient, sondern quasi selbst zum Hauptdarsteller wird, liegen wir in Eching im Trend zeitgenössischer skulpturaler Papierkunst. Zu sehen sind nicht Bilder auf Papier, sondern „Bilder aus Papier“, eine dreidimensionale Papierkunst, der sich seit Mai 2021 explizit das HAUS DES PAPIERS in Berlin als weltweit erstes Museum widmet.
Bild v.l.: Marco Stuckenberger (Dritter Bürgermeister Gemeinde Eching), Künsterin Mona Tenorth, Dr. Sybille Schmidtchen (Leiterin Kulturforum Eching)

Monas Tenorths Papierkunst unterscheidet sich von der traditionellen japanischen Kunst des Papierfaltens – dem Origami, durch größere gestalterische Freiheitsgrade, zum Beispiel der Möglichkeit des Schneidens und Klebens.
Schon in ihrer Kindheit hat Mona Tenorth immer schon gezeichnet, gemalt, fotografiert und plastisch an Stein und Ton gearbeitet hat. 1980 in Magdeburg geboren, sieht sie sich in der Retrospektive bezüglich ihrer Berufswahl latent beeinflusst von der funktionalen Architektur der gängigen Plattenbauten in der DDR. Sie begann ein Bauingenieur-Studium, zog nach dem Studium 2003 nach Augsburg, dann 2011 der Liebe wegen nach München und lebt seit 2017 mit ihrer Familie in Eching.

Als sie 2022 nach einer kräftezehrenden Zeit der Doppelbelastung als Verantwortliche für Großprojekte im Projektmanagement bei internationalen Bauprojekten und Mutter von Zwillingen entschied, komplett aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, begann sie, verschiedene neue Techniken auszuprobieren und entdeckte für sich das Papier als neuen Werkstoff.
Sie hat schon mehrmals auf der Art MUC in München und auf Künstlermärkten ausgestellt. Durch den intensiven Besucherkontakt konnte sie in den letzten Jahren zahlreiche individuelle Kundenwünsche bezüglich spezifischer Kreationen erfüllen.