Jedes Jahr am Aschermittwoch findet das Geldbeutelwaschen am Brunnen auf dem Echinger Bürgerplatz statt. Diese Tradition pflegt die Kämmerin der Gemeinde Eching, Frau Jensen, seit Jahrzehnten. Das Ritual besagt, „Wer seinen Geldbeutel wäscht, soll das ganze Jahr über finanziellen Wohlstand haben!“
Das Geldbeutelwaschen ist in München tatsächlich eine alte Tradition, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht. Damals haben die armen Leute Münzen in den Münchner Fischbrunnen geworfen. Später, im 18. Jahrhundert, hat sich der Brauch geändert. Die Bürgerinnen und Bürger Münchens wollten zu Beginn der Fastenzeit ihre Dienstherren auf die verheerenden finanziellen Folgen der kostspieligen Faschingszeit aufmerksam machen. Die leeren Geldbeutel wurden nach dem Faschingstreiben ins Wasser gehalten, um zu zeigen, dass die Börsen wieder aufgefüllt werden mussten. Das traditionelle Geldbeutelwaschen findet noch immer am Aschermittwoch auf dem Münchner Marienplatz am Fischbrunnen statt.

Auch die Gemeinde Eching pflegt diesen Brauch des Geldbeutelwaschens weiterhin.
Bürgermeister Sebastian Thaler ist zuversichtlich:
„Wir machen hier wieder das traditionelle Geldbeutelwaschen der Gemeinde am Aschermittwoch, damit die Einnahmen auch die nächsten Jahre wieder sprudeln. Die letzten Jahre hat es immer gut funktioniert“.
Foto: Kämmerin Andrea Jensen und Bürgermeister Sebastian Thaler