12.01.2026

Münchener Schäffler-Tanz erstmals in Eching

Rund 400 Zuschauer verfolgten den Münchener Schäffler-Tanz auf dem Bürgerplatz in Eching. Auf Einladung der Gemeinde Eching kamen die Münchener Schäffler am 10. Januar auf den Bürgerplatz und führten den historischen Schäffler-Tanz erstmals in Eching auf.

Trotz der Kurzfristigkeit der Terminankündigung fanden sich rund 400 Zuschauer auf dem Bürgerplatz ein, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen.

Der Schäffler-Tanz in München geht auf eine über 500 Jahre alte Tradition zurück, datiert auf das Jahr 1517, und zählt zu den ältesten lebendigen Traditionen Bayerns. Die Pest wütete in München mehrfach in den Jahren 1463, 1515 und 1517 und 1643 und brachte bis zu 15.000 Menschen um ihr Leben. Während dieser schweren Zeit, wollte ein Bürger aus der Zunft der Schäffler (= Fassmacher) dem Elend entgegenwirken und die Menschen mit einem lustigen Schauspiel aufheitern. Die Schäffler schlossen sich ihm an und brachten den Menschen ein wenige Aufheiterung und Freude ins Leben zurück.

Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, den Tanz nur alle sieben Jahre aufzuführen, um an den Mut und die Zuversicht jener Generation zu erinnern. 

Bürgermeister Sebastian Thaler teilt mit: "Ich freue mich außerordentlich, dass wir die Münchener Schäffler erstmals für einen Auftritt ihres Schäffler-Tanzes in Eching gewinnen konnten und über das besonders große Interesse in der Echinger Bevölkerung. Der über 500 Jahre alte Münchener Handwerksbrauch wird nur alle sieben Jahre in der beeindruckenden Choreographie von den 40 Tänzern aufgeführt und bietet somit ein besonderes Ereignis in Eching.“

Die Schäffler tragen traditionelle Kostüme und führen eine seit Jahrhunderten gepflegte, festgelegte Choreografie aus. Neben den klassischen Tanzfiguren und der Musik vermitteln sie durch ihre Darbietung ein Stück bayerisches Brauchtum und laden das Publikum ein, ihre Gemeinschaft und Lebensfreude zu teilen. 

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Zum Auftakt am Freitagnachmittag stellte der geschäftsführende Gesellschafter und Mitbegründer des Unternehmens Salm & Stegen Geographen und Stadtplaner, Dr. Volker Salm, eine Hochrechnung zum künftigen Bedarf an Kindergarten- und Schulplätzen vor. Die Zahlen sind eine wichtige Grundlage für die Planung der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in den kommenden Jahren.

Danach beriet das Gremium über eine Priorisierungsliste für künftige Baugebiete und über die Gestaltung des Bürgerplatzes. Außerdem ging es um den Verwaltungshaushalt, vor allem um die Kreisumlage und die Personalkosten, sowie um die Auswirkungen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) auf die Gemeinde. Am Samstag befasste sich der Gemeinderat mit dem Stellenplan der Verwaltung und der Investitionsliste. 

„In der Klausur hatten wir die Zeit, die großen Themen zusammenhängend und in Ruhe zu besprechen. Wir konnten konkretisieren, wie viele Betreuungs- und Schulplätze Eching künftig braucht, wo wir baulich wachsen wollen und was wir uns finanziell leisten können. Das ist eine gute Grundlage für die Entscheidungen der nächsten Monate“, teilt Erster Bürgermeister Michael Steigerwald mit.