01.05.2026

Grußwort des Ersten Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste unserer Gemeinde, ich freue mich sehr, Sie auf der Internetseite der Gemeinde Eching begrüßen zu dürfen. Eching ist für mich mehr als ein Ort;  es ist Heimat. Für über 15.000 Menschen ist unsere Gemeinde ein Lebensmittelpunkt, an dem man gerne lebt, arbeitet und sich zuhause fühlt. Diese besondere Mischung aus Lebensqualität, Gemeinschaft und Entwicklung macht Eching aus.

Unsere Gemeinde verbindet auf überzeugende Weise Tradition und Zukunft. Die verkehrsgünstige Lage zwischen München und dem Flughafen, eine starke wirtschaftliche Struktur und zahlreiche Arbeitsplätze bieten hervorragende Voraussetzungen. Gleichzeitig sind es unsere gewachsenen Ortsteile, die Nähe zur Natur und die vielen Freiräume, die Eching seinen unverwechselbaren Charakter geben.

Ob an unseren Seen, in den umliegenden Naturräumen oder im Alltag vor Ort – Eching bietet Raum zum Durchatmen und gleichzeitig alle Möglichkeiten einer modernen Gemeinde. Diese Balance zu erhalten und weiterzuentwickeln, ist eine zentrale Aufgabe.

Was Eching besonders macht, sind jedoch die Menschen. Das vielfältige Engagement in Vereinen, Organisationen und im Ehrenamt, aber auch das tägliche Miteinander prägen das Leben in unserer Gemeinde. Dieses starke Gemeinschaftsgefühl ist ein Fundament, auf das wir bauen können.

Eching ist ein Ort für alle Generationen. Familien finden hier verlässliche Betreuungs- und Bildungsangebote, Kinder und Jugendliche Raum zur Entwicklung und Entfaltung, und auch für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger schaffen wir Strukturen, die Teilhabe und Lebensqualität sichern.

Als Bürgermeister ist es mir wichtig, für Sie ansprechbar zu sein, zuzuhören und Ihre Anliegen ernst zu nehmen. Gleichzeitig gehört es zu meiner Verantwortung, Entscheidungen sorgfältig abzuwägen und dann klar und verlässlich zu treffen. Genau dieses Zusammenspiel aus Nähe und Führung ist mein Anspruch.

Mein Ziel ist es, Eching gemeinsam mit Ihnen weiterzuentwickeln. Mit Augenmaß, mit neuen Ideen und mit einem klaren Blick nach vorne. Wir wollen die wirtschaftliche Stärke unserer Gemeinde sichern und ausbauen, gleichzeitig aber auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren. Beides gehört untrennbar zusammen.

Diese Internetseite soll Ihnen Orientierung geben, Informationen bereitstellen und den Zugang zur Gemeindeverwaltung so einfach wie möglich machen. Vor allem aber soll sie eines zeigen: Eching ist eine offene, moderne und lebenswerte Gemeinde, die sich weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Ich lade Sie herzlich ein, sich einzubringen und unsere Gemeinde aktiv mitzugestalten.

Ihr
Michael Steigerwald
Erster Bürgermeister

Weitere Beiträge

21.08.2026
Fachaustausch zur Energieversorgung

Fachaustausch zur Energieversorgung von morgen. Im Mittelpunkt standen das Biomasseheizkraftwerk, die Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung sowie die Tiefengeothermie in Neufahrn und Eching.

Bürgermeister Michael Steigerwald (Gemeinde Eching) und Bürgermeister Ozan Iyibas (Gemeinde Neufahrn) haben gemeinsam mit Johannes Mahl, Geschäftsleiter des Zweckverbands Versorgungs- und Verkehrsbetriebe Neufahrn/Eching, den langjährigen Partner Iqony Energies in Saarbrücken besucht. Das Unternehmen ist ein erfahrener Spezialist für Wärmenetze und Fernwärmelösungen.

Bei der Tiefengeothermie sind die Gemeinden bereits einen wichtigen Schritt weiter: Die Wärmeplanung ist abgeschlossen, die geologische Erkundung läuft und ab November starten die seismischen Messungen im Raum Eching/Neufahrn.

Das gemeinsame Ziel ist eine sichere, bezahlbare und möglichst regionale Energieversorgung für Eching und Neufahrn.

20.08.2026
Trinkwasserbrunnen am Rathaus ausser Betrieb

Der Trinkwasserbrunnen am Rathaus ist vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Ursache ist ein defektes Bauteil, durch das das Wasser dauerhaft lief. Um unnötigen Trinkwasserverlust zu vermeiden, wurde der Brunnen vorübergehend abgeschaltet. Die Gemeinde Eching veranlasst die notwendige Reparatur und informiert, wenn das Trinkwasser an dieser Stelle wieder sprudelt.

17.08.2026
Von der Bürgeridee zum Rückbau: Die Bilanz der Hin&weg-Hütte

Von der Bürgeridee zum Rückbau: Die Bilanz der Hin&weg-Hütte -  
Nach rund drei Jahren endet die Geschichte der Hin&weg-Hütte vor dem ehemaligen Huberwirt. Die Hütte ging auf einen Vorschlag aus dem Bürgerhaushalt 2022 zurück, der dort den dritten Platz erreichte und wurde im April 2023 im Rahmen des Echinger Klimafrühlings eingeweiht. Sie hat gebrauchte Gegenstände vor der Entsorgung bewahrt und wurde zu einem Treffpunkt im Ortszentrum. Zugleich haben Vermüllung, Zweckentfremdung und eine Debatte darüber, wer diesen Ort nutzen darf, den Betrieb belastet. In öffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat am 28. Juli 2026 den Abbau der Hütte beschlossen.


Entstehung aus dem Bürgerhaushalt und Umsetzung vor Ort

Ausgangspunkt der Tauschhütte war ein Vorschlag aus der Bürgerschaft, der 2022 den dritten Platz im Bürgerhaushalt erreichte. 
Als Standort wurde die zentrale, gut erreichbare und einsehbare Fläche vor dem ehemaligen Huberwirt gewählt.  Gebaut und aufgestellt wurde die Hin&weg-Hütte vom Echinger Bauhof. Die Einweihung im April 2023 während des Echinger Klimafrühlings machte den Bezug zu den Klimaschutz- und Abfallvermeidungszielen der Gemeinde von Beginn an sichtbar. Ermöglicht wurde der Betrieb von mehreren Ehrenamtlichen.

Wirkung und Bedeutung im Alltag

Die Hütte hat unzählige Gegenstände vor der Entsorgung bewahrt und damit einen messbaren Beitrag zur Abfallvermeidung geleistet. Konservative Berechnungen gehen von einer Einsparung von 35 Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr aus, sofern die getauschten Gegenstände tatsächlich einen Neukauf ersetzt haben. Ihr Wert lag jedoch nicht nur im ökologischen Ergebnis. Die Hin&weg-Hütte war einer der wenigen Orte in Eching, die ohne Öffnungszeiten, ohne Anmeldung und ohne Geld zugänglich waren. Die Hütte war damit nicht nur ein Verschenkeregal, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. 

In der öffentlichen Debatte nahmen jedoch andere Aspekte schnell größeren Raum ein:

Zweckentfremdung und Müllentsorgung:

Die Tauschhütte wurde leider immer wieder als kostenlose Abfallentsorgung genutzt. Regelmäßig musste Sperrmüll und anderer Unrat seitens des Bauhofes aufwändig entsorgt werden. Die monatlichen Kosten hierfür beliefen sich zuletzt auf rund 1.000 €, für die die Gemeinde aufkommen musste. Dieses stand nicht mehr in Relation zum eigentlichen Gedanken einer Kreislaufhütte, nämlich der Wiederverwendung ausgedienter Gegenstände.

Belastung des Ehrenamts und aller Helfer
Der Aufwand der Ehrenamtlichen, die die Tauschhütte betreuten und unermüdlich für Ordnung sorgten, verschob sich von der eigentlichen Betreuung hin zur Müllbeseitigung. Einige Ehrenamtliche stellten daraufhin ihre Mitarbeit ein, da sie den vordergründigen Sinn der Tauschhütte als verfehlt angesehen haben.
Keine Verlegung an den Wertstoffhof möglich: 
In der öffentlichen Debatte wurde mehrfach der Wunsch der Verlegung der Tauschhütte an den Wertstoffhof geäußert. Dieses wäre aus Sicht der Gemeinde auch naheliegend, doch das Landratsamt Freising, in dessen Verantwortungsbereich der Wertstoffhof liegt, hat dieses mehrfach abgelehnt. Diese Option steht auch künftig nicht zur Verfügung.

Öffentlicher Raum und gesellschaftliche Debatte

Neben den praktischen Problemen belastete das Projekt eine Debatte anderer Art. Sie richtete sich neben der Müllablagerung auch gegen bestimmte Menschen: gegen jene, die länger blieben, die in größerer Zahl kamen oder die das Mitgenommene mutmaßlich später weiterverkauften. Nicht jeder Bürger trennt sich emotionslos von seinen Gaben. Viele wünschen sich, dass Bedürftige oder einfach die Menschen, die diese Dinge brauchen können, sie mitnehmen und für sich selbst weiterverwenden. Diese eigentliche Idee einer Kreislaufhütte kam nicht immer zum Tragen, denn manche Gaben fanden andere Verwendung. Dass Gegenstände aus der Hütte auf Flohmärkten weiterverkauft wurden, ist rechtlich unbedenklich. Eine Regel, die das untersagt hätte, gab es nicht. Menschen, die Dinge verschenken, anstatt sie selbst zu verkaufen, haben damit ihre Entscheidung getroffen und keinen Anspruch auf die weitere Verwendung. 

Auch das teilweise sehr forsche Auftreten einzelner Nutzerinnen und Nutzer wurde wiederholt kritisch wahrgenommen. In einigen Fällen war es kaum möglich, Gegenstände in der Tauschhütte abzulegen, da diese bereits am Auto oder Fahrrad den Gebenden ohne nähere Betrachtung abgenommen wurden. Solche Begegnungen wurden von den Betroffenen als unangemessen und unangenehm empfunden und führten dazu, dass sie die Tauschhütte anschließend nicht erneut nutzten. 

Kritik und Zustimmung

In der öffentlichen Diskussion war die Kritik an der Tauschhütte deutlich präsenter als die – durchaus vorhandene – Zustimmung zum Projekt. Viele Menschen haben die Hütte über Jahre selbstverständlich genutzt und geschätzt, ohne sich zu äußern. 

Daraus ergibt sich ein Wunsch für künftige Projekte: Auch die leisere Zustimmung sollte hörbar werden. Wer ein Angebot schätzt, darf das ruhig sagen. Eine kurze Rückmeldung an die Verwaltung oder den Gemeinderat hilft, ein realistisches Bild zu gewinnen. 

Die Gemeinde Eching dankt allen, die das Projekt begleitet haben: den Initiatorinnen und Initiatoren, den beteiligten Fachstellen und insbesondere allen Ehrenamtlichen, die die Hütte über drei Jahre betreut haben. Auch den Kollegen des Bauhofes, die regelmäßig vor Ort den Müll abtransportierten und entsorgten, sei herzlich gedankt.


Fazit und Ausblick

Die Hin&weg-Hütte hat gezeigt, dass Weitergeben statt Wegwerfen auf breite Zustimmung trifft. Sie hat ebenso gezeigt, dass ein frei zugänglicher Ort ohne verlässliche Betreuung an seine Grenzen stößt.
Der Bedarf an Wiederverwendung und an offenen, konsumfreien Orten, an denen sich alle unabhängig vom sozialen Status willkommen fühlen, bleibt bestehen. Die Gemeinde will dazu Alternativen prüfen. Anregungen aus der Bürgerschaft sind willkommen.

Bürgermeister Michael Steigerwald betont: „Die ursprüngliche Idee der Tauschhütte, gut erhaltene Dinge weiterzugeben, statt sie wegzuwerfen, halte ich nach wie vor für richtig. In der praktischen Umsetzung hat sich jedoch gezeigt, dass der Betrieb an diesem Standort immer wieder Schwierigkeiten mit sich gebracht hat. Deshalb bedeutet der Abbau der Hütte für mich auch keine Absage an den Gedanken der Wiederverwendung und Ressourcenschonung. Vielmehr sollten wir uns ansehen, welche Möglichkeiten es künftig gibt, solche Angebote sinnvoll und dauerhaft zu organisieren. Gute Ideen müssen sich schließlich auch im Alltag bewähren.“