27.05.2026

Gespinstmotte: Keine Gefahr für Mensch und Haustier

In den vergangenen Tagen sind im Gemeindegebiet, v.a. auch am Echinger und Hollerner See, vermehrt Bäume und Sträucher zu beobachten, die vollständig von weißen, schleierartigen Gespinsten überzogen sind. Verursacher sind die Raupen der Gespinstmotte (Yponomeuta). Das Umweltamt weist darauf hin, dass von diesen Tieren – anders als beim Eichenprozessionsspinner – keine gesundheitliche Gefahr für Menschen oder Haustiere ausgeht.

Was ist die Gespinstmotte?

Die Gespinstmotte ist ein heimischer Kleinschmetterling. Ihre Raupen leben gesellig in selbst gesponnenen Netzen und befallen bevorzugt Pfaffenhütchen, Traubenkirsche, Weißdorn, Weide oder Apfelbäume. 

In manchen Jahren tritt sie verstärkt auf und kann ganze Sträucher oder Bäume mit ihren Gespinsten einhüllen.

Unterscheidung zum Eichenprozessionsspinner


Der Eichenprozessionsspinner tritt ausschließlich an Eichen auf. Seine Raupen besitzen giftige Brennhaare, die bei Hautkontakt oder Einatmen erhebliche gesundheitliche Beschwerden verursachen können.

Gespinste an anderen Baumarten – etwa an Pfaffenhütchen oder Obstbäumen – stammen daher nicht vom Eichenprozessionsspinner, sondern in aller Regel von der harmlosen Gespinstmotte.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner besitzen die Raupen der Gespinstmotte keine Brennhaare und sondern keine reizenden Substanzen ab. Hautausschläge, Atemwegsreizungen oder allergische Reaktionen sind daher nicht zu befürchten. Die Tiere können bedenkenlos aus der Nähe betrachtet werden; ein Sicherheitsabstand wie beim Eichenprozessionsspinner ist nicht erforderlich.


Keine dauerhaften Schäden an den Pflanzen

Auch wenn der Anblick kahl gefressener Bäume zunächst beunruhigend wirkt: Die befallenen Gehölze erholen sich in der Regel vollständig. Bereits wenige Wochen nach dem Raupenfraß treiben die Pflanzen erneut aus (sogenannter Johannistrieb). Eine Bekämpfung ist aus Sicht des Umwelt- und Bauamtes weder notwendig noch ökologisch sinnvoll, da die Gespinstmotte Teil der heimischen Artenvielfalt ist und zahlreichen Vögeln als Nahrungsquelle dient.


Was tun, wenn es doch der Eichenprozessionsspinner ist?

Sollte es sich tatsächlich um eine vom Eichenprozessionsspinner befallene Eiche handeln, wird dringend empfohlen, Abstand zu halten und den Kontakt mit Raupen oder Nestern zu vermeiden. Der betroffene Bereich sollte von Menschen und Haustieren gemieden werden. Zudem sollte der Befall der Gemeinde Eching, dem Forstamt oder dem Grundstückseigentümer gemeldet werden.


Ansprechpartner

Bei Unsicherheiten oder Rückfragen steht das Umweltamt der Gemeinde Eching gerne zur Verfügung:
Martina Britz oder Dr. Claudia Tischner; Telefon: 089 319 000 -3301 bzw. -3302 

Weitere Beiträge

20.07.2026
Aufruf zum sorgsamen Umgang mit Wasser

Angesichts der anhaltenden Trockenheit und hoher Temperaturen appelliert die Gemeinde Eching an ihre Bürgerinnen und Bürger, den Wasserverbrauch im Alltag bewusst zu reduzieren. Anlass ist die zunehmend angespannte Wassersituation in der gesamten Region München, die auch die Nachbargemeinden von Eching betrifft.

Hintergrund: Münchner Verordnung und SWM-Sparanordnung

Die Landeshauptstadt München hat am 14. Juli 2026 per Allgemeinverfügung verbindliche Einschränkungen bei der Nutzung von Trinkwasser sowie bei der Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser erlassen. Ergänzend haben die Stadtwerke München (SWM) eine Wassersparanordnung herausgegeben, die über das Stadtgebiet hinaus für alle von den SWM versorgten Umlandgemeinden gilt – darunter mehrere Kommunen im Münchner Umland wie Garching, Oberschleißheim und Unterföhring. Hintergrund ist ein zuletzt auf über 360 Millionen Liter pro Tag gestiegener Wasserverbrauch bei niedrigen Grundwasserständen nach einem niederschlagsarmen Winter und Frühjahr.

Situation in Eching

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Eching erfolgt nicht über die Stadtwerke München, sondern über den Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd. Das Wasser stammt aus Grundwasser, das ganz überwiegend aus Tiefbrunnen aus über 100m Tiefe gefördert wird. 
Auch im Versorgungsgebiet der Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd ist der Trinkwasserverbrauch in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen. Aktuell besteht jedoch keine Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Gewinnungs- und Versorgungsanlagen arbeiten im Verbandsgebiet zuverlässig und die Versorgung aller angeschlossenen Haushalte und Betriebe ist uneingeschränkt sichergestellt. 
Der Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd beobachtet die Entwicklung der Wasserabgabe und der Witterung kontinuierlich. Sollte sich die Versorgungssituation ändern, informieren wir die Bevölkerung umgehend.
Die Münchner Allgemeinverfügung und die SWM-Sparanordnung gelten daher rechtlich nicht unmittelbar in Eching. Dennoch macht sich die regionale Wasserknappheit auch hier bemerkbar: Niedrige Grundwasserstände und die anhaltenden hohen sommerlichen Temperaturen belasten die Wasserressourcen im gesamten Großraum.
Die Gemeinde Eching nimmt die Entwicklung zum Anlass, alle Einwohnerinnen und Einwohner zu einem freiwilligen, verantwortungsvollen Umgang mit Wasser aufzurufen.

So können Sie Wasser sparen:

  • Verzichten Sie mindestens in den heißen Mittags- und Nachmittagsstunden (9 bis 19 Uhr) auf das Bewässern von Gärten, Rasen- und Grünflächen. Gießen Sie bevorzugt am frühen Morgen oder späten Abend und nur wenn unbedingt nötig.
  • Befüllen Sie private Pools, Planschbecken und Wasserbehälter nur zurückhaltend – oder verzichten Sie vorübergehend darauf.
  • Waschen Sie Fahrzeuge möglichst in gewerblichen Waschanlagen mit Wasseraufbereitung statt zu Hause.
  • Vermeiden Sie das Abspritzen von Terrassen, Wegen und Hofflächen mit Trinkwasser.
  • Nutzen Sie – wo möglich – Regenwasser aus Zisternen oder Regentonnen zur Gartenbewässerung.
  • Achten Sie im Haushalt auf sparsamen Wasserverbrauch, etwa durch das Vermeiden unnötig laufenden Wassers.


Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Wasser ist unser wertvollstes Lebensmittel. Bereits kleine Verhaltensänderungen tragen dazu bei, die Wasserressourcen zu schonen und die Versorgungssicherheit in der Region zu erhalten. Die Gemeinde Eching dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihren Beitrag.

17.07.2026
Delegation aus Urubamba (Peru) zu Gast in Eching

Vom 19. bis 26. Juli 2026 empfängt die Gemeinde Eching eine Delegation aus ihrer peruanischen Partnerkommune Urubamba. Die Städtefreundschaft besteht bereits seit 1994, initiiert durch den Arbeitskreis Entwicklungshilfe. Im Rahmen der im März 2026 begonnenen Klimapartnerschaft kommen drei Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung für eine einwöchige Fachaustauschreise nach Eching. Ziel ist ein praxisnaher Austausch zu Klimaanpassung, Wasser, Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität.

17.07.2026
Weltkindertag 2026

Am Sonntag, den 20. September 2026, findet von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr rund um das Zirkuszelt im Dr. Enßlin-Park (Freizeitgelände) Eching der diesjährige Weltkindertag statt. Kinder und Familien erwartet ein abwechslungsreiches und buntes Programm. Zahlreiche Einrichtungen der Gemeinde Eching sowie viele Vereine beteiligen sich am Weltkindertag und sorgen gemeinsam für einen erlebnisreichen Nachmittag. 

Das Angebot reicht vom Tanzen für Kinder über Kaffee und Kuchen und Basteln bis hin zu HotDogs von IKEA. Ein besonderes Highlight ist die große Tombola des Lions Club - somit ist für jede Menge Abwechslung gesorgt.

Durchgängig von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr erwarten die kleinen Gäste kreative und actionreiche Mitmachangebote auf dem gesamten Gelände.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Die Organisatoren freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und einen fröhlichen Weltkindertag in Eching.

Veranstalter: Jungendzentrum Eching in Zusammenarbeit mit zahlreichen Echinger Vereinen und Einrichtungen.