Das Geldbeutelwaschen geht in München auf eine alte Tradition aus dem 15. Jahrhundert zurück. Damals sollen die armen Leute bereits Münzen in den Münchner Fischbrunnen geworfen haben. Später im 18.Jahrhundert wandelte sich der Brauch und die Bürgerinnen und Bürger Münchens wollten zu Beginn der Fastenzeit ihre Dienstherren auf die verheerenden finanziellen Folgen der kostspieligen Faschingszeit aufmerksam machen. Die leeren Geldbeutel wurden nach dem närrischen Faschingstreiben demonstrativ ins Wasser gehalten, um zu zeigen, dass die Börsen wieder aufgefüllt werden mussten.
Die Gemeinde Eching pflegt die Tradition des Geldbeutelwaschens seit Jahrzehnten. Frau Jensen, die Kämmerin der Gemeinde, lebt diesen Brauch jedes Jahr in Eching am ´Gänsebrunnen´ aus und berichtet: „Wir wissen zwar nicht, ob das Geldbeutel-Waschen wirklich hilft, aber sicher ist: Es schadet auch nicht“.