Heute wird der Geldbeutel gewaschen – für finanziellen Segen im neuen Jahr! Eine Tradition, die Frau Jensen, die Kämmerin der Gemeinde Eching seit Jahrzehnten auslebt. Der Hintergrund? Wer seinen Geldbeutel wäscht, soll das ganze Jahr über finanziellen Wohlstand haben! Manche sagen auch, es spült die leeren Kassen nach der Faschingszeit wieder auf. Ob’s klappt? - Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Das Geldbeutelwaschen in München ist tatsächlich eine alte Tradition aus dem 15. Jahrhundert. Damals haben die armen Leute Münzen in den Münchner Fischbrunnen geworfen. Später, im 18. Jahrhundert, hat sich der Brauch geändert. Die Bürgerinnen und Bürger Münchens wollten zu Beginn der Fastenzeit ihre Dienstherren auf die verheerenden finanziellen Folgen der kostspieligen Faschingszeit aufmerksam machen. Die leeren Geldbeutel wurden nach dem Faschingstreiben ins Wasser gehalten, um zu zeigen, dass die Börsen wieder aufgefüllt werden mussten.
Unser Foto zeigt die Kämmerin der Gemeinde Eching, Frau Andrea Jensen, und Bürgermeister Sebastian Thaler beim traditionellen Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch.