Der Echinger Gemeinderat hat in seiner Sondersitzung am 11. Februar im Bürgerhaus das neue Gemeindeentwicklungsprogramm (GEP) einstimmig beschlossen. Es legt die Leitlinien für die Entwicklung der Gemeinde fest, an denen sich die Verwaltung orientiert. So wird etwa jede Beschlussvorlage für den Gemeinderat oder die Ausschüsse auf ihre Übereinstimmung mit den Zielen des GEP geprüft. Das GEP ist zugleich eine Vision für die nächsten 20 bis 25 Jahre, definiert aber auch konkrete Maßnahmen, die umgesetzt werden sollen.
Untergliedert ist das über 20 Seiten lange Dokument in verschiedene Schwerpunkte, etwa “Bevölkerung & Wohnraum”, “Wirtschaft”, “Bildung und Kultur”, “Klimaschutz” oder “Mobilität”. Es wird nun noch einmal final redaktionell überarbeitet und dann in den kommenden Wochen auf der Gemeindehomepage veröffentlicht.
Bürgermeister Sebastian Thaler: “Das GEP gibt Antworten auf Fragen, die jeden Echinger und jede Echingerin betreffen: Wohin soll sich unsere Gemeinde entwickeln? Wie wollen wir in 10 oder 20 Jahren in Eching leben? Mit dem GEP haben wir nun einen Leitfaden für die Ortsentwicklung an der Hand. Ganz besonders freut mich, dass das Programm unter starker Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entstanden ist. Es war mir ein Anliegen, dass die Menschen in Eching bei wichtigen Zukunftsfragen mitbestimmen und nicht ausschließlich wenige Personen in Verwaltung und Gemeinderat.”
Besonders dankte der Bürgermeister vor zahlreichen Zuhörern im Bürgerhaus Martina Britz, Leiterin des Sachgebiets Umwelt, Klimaschutz und Mobilität in der Bauverwaltung, die neben ihrer täglichen Arbeit den GEP-Prozess mit großem Einsatz begleitet hat, sowie dem früheren Hallbergmooser Bürgermeister Klaus Stallmeister, der die Workshops leitete und der Gemeinde beratend zur Seite stand.
Der Startschuss für die Fortschreibung des GEP fiel am 5.6.2024 mit einer gut besuchten Veranstaltung im Bürgerhaus, in deren Anschluss sich 95 Personen zur Mitarbeit in den acht verschiedenen Arbeitskreisen eintrugen. Diese Arbeitskreise trafen sich mehrfach unter Leitung von Mitgliedern des Gemeinderats bzw. Fachleuten, um Maßnahmen zu ihrem jeweiligen Themenschwerpunkt auszuarbeiten.
Die Ergebnisse dieser Workshops finden sich im nun beschlossenen Dokument wieder, wurden teilweise aber anders strukturiert oder umformuliert. Da einige Maßnahmen zu detailliert für eine mittel- bis langfristige Vision waren, hat die Verwaltung sie gekürzt oder gestrichen – jedoch ist keine der Anregungen verloren. Alles wurde an die entsprechenden Fachabteilungen bei der Gemeinde zur Bearbeitung weitergegeben. Manches wurde inzwischen sogar bereits umgesetzt.
Das erste Echinger Gemeindeentwicklungsprogramm stammt aus dem Jahr 1975 und wurde mehrfach fortgeschrieben. Die nun beschlossene neue Fassung soll in der Mitte der nächsten Wahlperiode, also im Jahr 2029, erneut geprüft und dann gegebenenfalls angepasst werden.