Die NordAllianz macht kommunale Planungen digital erlebbar: Acht Kommunen, eine gemeinsame Plattform: Der Digitale Zwilling der NordAllianz macht räumliche Informationen verständlich und ermöglicht neue Einblicke – zum Beispiel in die kommunale Wärmeplanung.
Wie könnte die Wärmeversorgung im eigenen Wohngebiet künftig aussehen? Wo können bei Starkregen besondere Risiken entstehen? Und wie lassen sich Bauvorhaben oder kommunale Planungen anschaulich darstellen? Der Digitale Zwilling der NordAllianz macht solche Fragen auf einer interaktiven Karte sichtbar und eröffnet damit neue Möglichkeiten für Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger. Er ist unter dem Link folgenden Link zu erreichen:
Digitaler Zwilling
Hinter dem Projekt stehen sechs Kommunen der NordAllianz: Eching, Garching bei München, Ismaning, Neufahrn bei Freising, Unterföhring und Unterschleißheim. Gemeinsam schaffen sie mit dem Digitalen Zwilling eine digitale Grundlage, auf der räumliche Daten und Fachinformationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und für verschiedene kommunale Aufgaben genutzt werden können.
Der große Vorteil der Zusammenarbeit: Themen wie Wärmeplanung, Klimaanpassung oder räumliche Planung enden nicht zwangsläufig an den Grenzen der Kommunen: Durch die gemeinsame Plattform können Daten und Informationen einheitlich dargestellt, Zusammenhänge leichter erkannt und Anwendungen gemeinsam weiterentwickelt werden.
Von kommunalen Daten zu verständlichen Informationen
Ein Digitaler Zwilling ist vereinfacht gesagt ein digitales Abbild der Region. Gebäude, Straßen, Planungen sowie Informationen zu Klima oder Energie können auf einer gemeinsamen Karte dargestellt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Viele Inhalte lassen sich dabei sowohl in 2D als auch räumlich in 3D betrachten.
Für die Kommunen entsteht dadurch ein Werkzeug, das unterschiedliche Fachbereiche bei Planungs- und Entscheidungsprozessen unterstützen kann. Planungen lassen sich anschaulicher darstellen, räumliche Zusammenhänge schneller erkennen und verschiedene Informationen an einem zentralen Ort zusammenführen. Gleichzeitig können ausgewählte Inhalte auch für Bürgerinnen und Bürger verständlich zugänglich gemacht werden.
Anwendungsbeispiel „Kommunale Wärmeplanung“: Was bedeutet sie für mein Zuhause?
Bürgerinnen und Bürger können den Digitalen Zwilling der NordAllianz selbst erkunden. Auf der interaktiven Karte lassen sich die verfügbaren Informationen betrachten und einzelne Standorte gezielt aufrufen. Dafür lässt sich über die Lupe oben rechts im Digitalen Zwilling nach einer Adresse suchen. Nach Eingabe von Straße und Hausnummer springt die Karte direkt zum gewünschten Standort.
Wie konkret der Digitale Zwilling im Alltag genutzt werden kann, zeigt das Beispiel der kommunalen Wärmeplanung anschaulich. Statt sich ausschließlich mit großflächigen Plänen und abstrakten Versorgungsgebieten zu beschäftigen, können Bürgerinnen und Bürger im Digitalen Zwilling gezielt ihr eigenes Wohngebäude betrachten. Wird die kommunale Wärmeplanung ausgewählt, lässt sich anschließend nachvollziehen, welche Wärmeversorgung für das Gebiet rund um das eigene Wohnhaus vorgesehen beziehungsweise geplant ist. So bekommt ein komplexes Thema einen konkreten räumlichen Bezug: Aus der Frage „Wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft aus?“ wird die wesentlich greifbarere Frage: „Was ist in meinem Wohngebiet vorgesehen?“. Diese Funktion steht aktuell für die Kommunen Eching, Neufahrn, Garching und Unterschleißheim zur Verfügung. Die kommunale Wärmeplanung ist über die Links https://nordallianz.de/digitalerzwilling/ oder https://nordallianz.de/waermeplanung/ abrufbar.
Auch Starkregen und Bauleitplanung werden sichtbar
Die kommunale Wärmeplanung ist nur eines von mehreren Anwendungsfeldern. So werden auch Bebauungspläne digital dargestellt werden, sodass Planungen leichter räumlich einzuordnen sind. Eine Starkregen-Karte, aktuell verfügbar für Eching und Unterföhring, zeigt mögliche Auswirkungen von Starkregenereignissen und unterstützt bei Risikoanalyse und Klimaanpassung. Auch die 3D-Darstellung von Bauvorhaben eröffnet neue Perspektiven: Beispielsweise können Gebäudehöhen, Verschattung und die Wirkung eines geplanten Bauvorhabens auf seine Umgebung anschaulicher beurteilt werden. Der Digitale Zwilling soll dabei nicht statisch bleiben: Die Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten werden schrittweise weiterentwickelt.
Acht Kommunen denken Digitalisierung gemeinsam
Mit dem Digitalen Zwilling setzen die Kommunen der NordAllianz auf eine gemeinsame Lösung für die Region. Statt digitale Anwendungen ausschließlich für einzelne Kommunen zu entwickeln, können Strukturen, Daten und Erfahrungen gemeinsam genutzt werden. So entsteht eine Plattform, die verschiedene kommunale Themen zusammenführt und zugleich Raum für weitere Anwendungen bietet.