17.07.2026

Delegation aus Urubamba (Peru) zu Gast in Eching

Vom 19. bis 26. Juli 2026 empfängt die Gemeinde Eching eine Delegation aus ihrer peruanischen Partnerkommune Urubamba. Die Städtefreundschaft besteht bereits seit 1994, initiiert durch den Arbeitskreis Entwicklungshilfe. Im Rahmen der im März 2026 begonnenen Klimapartnerschaft kommen drei Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung für eine einwöchige Fachaustauschreise nach Eching. Ziel ist ein praxisnaher Austausch zu Klimaanpassung, Wasser, Landwirtschaft, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität.

Das Bild zeigt die Ortsmitte mit Kirche von Urubamba

Was ist eine Klimapartnerschaft?

Eine kommunale Klimapartnerschaft ist eine langfristige und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen zwei Kommunen. Beide Seiten bringen ihre eigenen Erfahrungen, Fragestellungen und fachlichen Schwerpunkte ein. Gemeinsam werden Themen identifiziert, Lösungsansätze verglichen und Grundlagen für konkrete Vorhaben entwickelt.
Foto: Kirche und Ortsmittelpunkt von Urubamba
Die Partnerschaft wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global gefördert.

Wozu dient die Fachaustauschreise?

Während der Besuchswoche stellen Eching und Urubamba ihre jeweiligen Herausforderungen und bisherigen Ansätze vor. Auf dieser Grundlage sollen gemeinsame Arbeitsschwerpunkte und erste Bausteine für einen Aktionsplan entwickelt werden.

Für Eching sind insbesondere Wasserknappheit, belastete Böden und die Anpassung der Landwirtschaft an längere Hitze- und Trockenperioden wichtige Zukunftsfragen. Dabei geht es etwa darum, Wasser effizienter zu nutzen, die Speicherfähigkeit und Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten und landwirtschaftliche Kulturen widerstandsfähiger gegenüber veränderten Klimabedingungen zu machen.

Foto: Kartoffelernte auf dem Gut Neuhof in Eching

Ein konkretes Beispiel ist der Kartoffelanbau. Auch für die heimische Landwirtschaft stellen sich Fragen nach trockenheits- und hitzeverträglichen Sorten, nachhaltigem Bodenmanagement und wassersparender Bewirtschaftung.

Urubamba liegt in einer traditionsreichen Kartoffelregion und bringt zugleich eigene kommunale und landwirtschaftliche Themen in die Partnerschaft ein.

Welche gemeinsamen Ansätze daraus entstehen können, soll während der Arbeitswoche herausgearbeitet werden.

 

Foto: Wasserlauf in Urubamba

Der Austausch bleibt nicht auf Gespräche im Rathaus beschränkt. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist mit ihrer fachlichen Expertise zu nachhaltiger Landwirtschaft und internationaler Zusammenarbeit eingebunden.

Darüber hinaus besucht die Delegation kommunale Einrichtungen und regionale Betriebe. Ortsansässige Landwirte wirken am Programm mit und geben Einblicke in ihre Arbeit, unter anderem bei einem Besuch auf Gut Neuhof.

Weitere Programmpunkte befassen sich mit kommunaler Wasserwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Direktvermarktung und regionaler Wertschöpfung.

Breites ehrenamtliches Engagement

Die Klimapartnerschaft wird von Beginn an auch durch engagierte Bürgerinnen und Bürger getragen. Ehrenamtliche und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Eching haben sich in mehreren Treffen intensiv auf den Besuch vorbereitet und arbeiten während der gesamten Woche aktiv mit. 

Sie unterstützen unter anderem bei Übersetzungen, bringen eigene fachliche Kenntnisse und Kontakte ein, begleiten Führungen und Programmpunkte und kümmern sich auch außerhalb des offiziellen Programms um die Gäste. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass aus dem kommunalen Fachaustausch eine lebendige und vor Ort verankerte Partnerschaft entsteht.

Ein regionales Buffet der Fairtrade-Gruppe Eching sowie Begegnungen mit Vereinen und Initiativen ergänzen das Fachprogramm. Auch sie geben der Delegation Einblicke in das gesellschaftliche und ehrenamtliche Leben der Gemeinde.

Die Delegation aus Urubamba

Zur Delegation gehören María Guadalupe Romero Ochoa, Gemeinderätin, Eiger Sánchez Motta, Leiter der Umweltverwaltung, sowie Mariano Tapia Yupanqui, Gemeinderat.

Mehrwert für beide Kommunen

Die Klimapartnerschaft befasst sich mit Fragen, die Eching bereits heute unmittelbar betreffen. Trockenheit, Wasserverfügbarkeit, belastete Böden und die Zukunft der Landwirtschaft sind keine abstrakten internationalen Themen. Sie haben konkrete Auswirkungen auf kommunale Planungen, Grünflächen, Naturhaushalt und landwirtschaftliche Betriebe in der Region.

Auch Urubamba kann von Erfahrungen aus Eching und der Region profitieren, etwa in den Bereichen kommunale Infrastruktur, Kreislaufwirtschaft, Landwirtschaft, Bildungsarbeit und Bürgerbeteiligung. Die Partnerschaft verbindet damit Verwaltung, Wissenschaft, Landwirtschaft, Ehrenamt und Bürgerschaft und schafft einen konkreten fachlichen Nutzen für beide Kommunen.

Weitere Beiträge

04.08.2026
Klimapartnerschaft: Urubamba zu Besuch in Eching

Vom 19. bis 26. Juli war eine Delegation aus Politik und Verwaltung unserer peruanischen Partnerkommune Urubamba in Eching zu Gast. Die Klimapartnerschaft ergänzt die langjährige Verbindung zwischen beiden Kommunen um einen fachlichen Austausch zu den Folgen des Klimawandels. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wasserknappheit, 
Landwirtschaft und Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Umweltbildung. 

Während der Besuchswoche informierten sich die Gäste über verschiedene Ansätze aus Eching und der Region. Auf Gut Neuhof fand ein Wissensaustausch zu Landwirtschaft, Boden- und Wassermanagement, klimaresilienten Pflanzen, Kartoffelanbau und regionaler Wertschöpfung statt. Weitere Stationen waren unter anderem die Kläranlage Grüneck, der Abfallentsorgungsbetrieb Steiger, der Heideflächenverein und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. 

04.08.2026
30-jähriges Jubiläum Kindergarten Sonnenblume

Jubiläumssommerfest 2026 - 30 Jahre Gemeindekindergarten Sonnenblume. Bei sommerlichen Temperaturen feierte der Gemeindekindergarten Sonnenblume in Günzenhausen sein 30-jähriges Bestehen. 
Nach dem festlichen Einzug der Kindergartenkinder begleitet von den Kohlstattmusikanten begrüßte zur Eröffnung die Leiterin Frau Taranczewski-Wutz den Ersten Bürgermeister Herrn Michael Steigerwald, der seine Glückwünsche zu diesem besonderen Jubiläum überbrachte. 

Die Kindergartenkinder führten nach dem Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“ ein Theaterstück auf, passend zu den Gruppennamen der zwei Kindergartengruppen: Raupen und Schmetterlinge. Auch die Vorschulkinder hatten zu einem Kinder Rap-Lied „Glücklich sein“ einen besonderen Auftritt mit selbstgestalteten T-Shirts.

Anschließend konnte das reichhaltige Buffet, hauptsächlich gestellt von den Kindergarteneltern und ergänzt von Spenden der örtlichen Gastronomie, genossen werden. Für die musikalische Begleitung sorgten die Kohlstattmusikanten.

Eis und Eiskaffee waren an diesem Tag eine willkommene Abkühlung. Mit tatkräftiger Unterstützung des Elternbeirates und des Fördervereins war ein buntes Programm für die Kinder geboten.
An der Fotobox entstanden Erinnerungsbilder, bei der Tombola gab es tolle Preise zu gewinnen. Ob Schatzsuche im Sand, Kinderschminken, Tattoos oder Armbandfädeln in den kühlen Räumen des Kindergartens: Für jeden war etwas geboten. 

03.08.2026
Schulwegwettbewerb 2026

Auch in diesem Jahr beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Eching am Schulwegwettbewerb 2026 – einer Aktion zur Förderung nachhaltiger und sicherer Schulwege. Insgesamt nahmen rund 580 Kinder aus zwei Echinger Schulen teil und sammelten fleißig Punkte für jeden zurückgelegten klimafreundlichen Schulweg.

Mitgemacht haben die Grund- und Mittelschule Eching an der Danziger Straße mit 18 Klassen sowie die Grundschule Eching an der Nelkenstraße mit 8 Klassen. Rund 400 Schülerinnen und Schüler der Danziger Straße und etwa 180 Kinder der Nelkenstraße beteiligten sich aktiv an der Aktion – ein starkes Zeichen für umweltbewusstes Verhalten im Alltag.

Ziel des Schulwegwettbewerbs ist es, Kinder spielerisch für eine umweltfreundliche und gesunde Mobilität zu sensibilisieren – sei es zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf dem Rückgang von sogenannten „Elterntaxis“, um Verkehrschaos und gefährliche Situationen vor den Schulen zu vermeiden und die Eigenständigkeit der Kinder zu fördern.