24.06.2026

Spatenstich KiTa Eching West mit kommunalem Wohnungsbau

Mit dem offiziellen Spatenstich am 19. Juni 2026 hat die Gemeinde Eching den Baubeginn für eines ihrer wichtigsten Zukunftsprojekte vollzogen: Auf einem gemeindlichen Grundstück entstehen eine Kindertagesstätte mit Hort in 7 Gruppen und 14 kommunale Wohnungen sowie eine Tiefgarage, alles unter einem Dach. Das Vorhaben verbindet die dringend benötigten Kinderbetreuungsplätze mit bezahlbarem Wohnraum überwiegend für Personen der Daseinsvorsorge.


Foto v.l.: Akos Hoffecker (Köhler Architekten), Simone Sauermann (Sachgebietsleiterin Hochbau, Gemeinde Eching), Bernhard Bauer (ehem. Sachgebiet Hochbau, Gemeinde Eching), Bürgermeister Michael Steigerwald, Dr. Dagmar Bayer (Sachgebietsleiterin Wohnungswesen, Regierung von Oberbayern), Susanne Wehkamp (Architektin), Markus Keck (Firma Mickan)

Zum Spatenstich begrüßten Bürgermeister Michael Steigerwald und Architektin Susanne Wehkamp (ARGE Wehkamp - Köhler Architekten) gemeinsam mit den Projektbeteiligten die Gäste auf dem Baufeld.


Bürgermeister Michael Steigerwald betonte in seiner Rede die Bedeutung des Projekts für Eching: „Mit diesem Spatenstich setzen wir ein deutliches Zeichen. Wir schaffen bezahlbaren Wohnraum für Menschen, die unsere Daseinsvorsorge tragen, und gleichzeitig neue Betreuungsplätze für unsere Kinder. Das ist ein Gewinn für die ganze Gemeinde."

Er erinnerte zugleich an den langen Weg bis zum Baubeginn: „Es gab Momente, in denen die Förderung des Wohnungsbaus auf der Kippe stand. Dass wir heute hier stehen, ist das Ergebnis von Ausdauer, guter Zusammenarbeit und dem klaren Willen, dieses Projekt für Eching zu realisieren."


Auch Architektin Susanne Wehkamp blickt auf den ´steinigen Weg´ zurück, der für dieses Projekt mit vielen Höhen und Tiefen und mehreren Rückschlägen und Neuausrichtungen zurückgelegt werden musste. Gerade durch die gestoppten Fördermittel für die Holzbauweise, mussten neue Wege eingeschlagen werden. 

„Alle Herausforderungen wurden gemeistert, auch wenn sie allen beteiligten Planern immer wieder neue Ideen und Nervenstärke abverlangte“, so Wehkamp.

Entstehen wird ein Gebäude, das Wohnen, Betreuung und Begegnung zusammenbringt – ein Haus, das Generationen verbindet.

Eckdaten des Projekts

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 21.520.000 Euro brutto gemäß der freigegebenen Kostenberechnung. Davon entfallen 2,76 Mio. Euro Förderung auf Kita und Hort sowie rund 3 Mio. Euro auf den Wohnungsbau. Der Baubeginn erfolgte im Mai 2026, die Fertigstellung ist für das 1. Quartal 2029 geplant.

Kita und Hort

Es entstehen sieben Gruppen zur flexiblen Nutzung: Kita und Kindergarten mit 5 Gruppen im Erdgeschoss sowie ein Hort mit 2 Gruppen im 1. Obergeschoss. Spielflächen werden im Garten und auf der Dachterrasse über dem Erdgeschoss angeordnet.

Bild: Entwurfsplanung Wehkamp + Köhler


Wohnungen

Im 2. und 3. Obergeschoss entstehen 14 kommunale Wohnungen mit 1 bis 3 Zimmern. Mindestens 60 Prozent dieser Wohnungen werden an Personen der Daseinsvorsorge vermietet. Der Mietpreis liegt bei 15 Euro pro Quadratmeter. Beides sind Voraussetzungen für die Förderung nach dem Kommunalen Wohnraumförderprogramm (KommWFP).


Tiefgarage

In der Tiefgarage entstehen 27 Pkw-Stellplätze sowie Fahrradabstellmöglichkeiten.


Ein langer Weg zur Förderzusage

Die Realisierung des Wohnungsbaus stand zwischenzeitlich auf der Kippe. Im April 2025 erhielt die Gemeinde die Mitteilung, dass das Projekt aufgrund beschränkter Bundesmittel voraussichtlich nicht gefördert werden könne.

Die Gemeinde setzte daraufhin alle Hebel in Bewegung: Im Juli 2025 fand ein Abstimmungstermin bei der Regierung von Oberbayern statt, um mögliche Schritte zur Sicherung der Förderung zu erörtern. Zudem richtete die Gemeinde im Juli und September 2025 zwei Schreiben an Staatsminister Bernreiter, um die Zusage zum vorgezogenen Maßnahmenbeginn für die Wohnbauförderung (KommWFP) zu erhalten. Auch der Bayerische Rundfunk griff das Thema im Juli 2025 in einem Fernsehbeitrag der Abendschau auf.

Diese Bemühungen waren erfolgreich: Im Dezember 2025 erhielt die Gemeinde die Zusage zum vorgezogenen Maßnahmenbeginn und damit die Freigabe zum Versand der Leistungsverzeichnisse. Die Förderzusagen für Kita und Hort nach Art. 10 BayFAG lagen bereits seit Juli 2025 vor.

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Die seismischen Messungen sind Teil des Forschungsprojekts GIGA-M unter Leitung der Technischen Universität München (TUM). Die Messungen sollen den tiefen Untergrund genauer erkunden und zeigen, ob sich Tiefengeothermie künftig nutzen lässt.

Mehr Informationen und weiterführende Link sowie Ansprechpartner für Fragen erfahren Sie im NEWS-Beitrag vom 25. September:
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Zum Auftakt am Freitagnachmittag stellte der geschäftsführende Gesellschafter und Mitbegründer des Unternehmens Salm & Stegen Geographen und Stadtplaner, Dr. Volker Salm, eine Hochrechnung zum künftigen Bedarf an Kindergarten- und Schulplätzen vor. Die Zahlen sind eine wichtige Grundlage für die Planung der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen in den kommenden Jahren.

Danach beriet das Gremium über eine Priorisierungsliste für künftige Baugebiete und über die Gestaltung des Bürgerplatzes. Außerdem ging es um den Verwaltungshaushalt, vor allem um die Kreisumlage und die Personalkosten, sowie um die Auswirkungen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) auf die Gemeinde. Am Samstag befasste sich der Gemeinderat mit dem Stellenplan der Verwaltung und der Investitionsliste. 

„In der Klausur hatten wir die Zeit, die großen Themen zusammenhängend und in Ruhe zu besprechen. Wir konnten konkretisieren, wie viele Betreuungs- und Schulplätze Eching künftig braucht, wo wir baulich wachsen wollen und was wir uns finanziell leisten können. Das ist eine gute Grundlage für die Entscheidungen der nächsten Monate“, teilt Erster Bürgermeister Michael Steigerwald mit.