Hollern und am Geflügelhof

Idyllische Natur und Erholung

1165 wurde Hollern erstmals urkundlich erwähnt. Der Weiler Hollern bestand aus zwei Höfen, Gut Hollern I und Gut Hollern II, die jahrhundertelang dem Kloster Weihenstephan gehörten.

Als wohl berühmtester Bewohner Hollerns gilt bis heute Johannes Schiltberger, Sohn einer in Hollern ansässigen adeligen Familie. Als Jugendlicher hatte sich Schiltberger dem Gefolge eines Kreuzritters angeschlossen. Er geriet in Gefangenschaft und diente später unterschiedlichen Herrschern, unter anderem Timur Lenk. Nach seiner Rückkehr nach Bayern Mitte des 15. Jahrhunderts schrieb Schiltberger seine Erinnerungen und Erlebnisse zu Asien nieder.
Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Hollern Teil des Amtes auf dem Gfild und gehörte zum Landgericht Kranzberg. Im Zuge der Gemeindebildung im Königreich Bayern wurde Hollern anschließend gemeinsam mit Dietersheim Teil der Gemeinde Eching.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs Hollern um einige Wohnhäuser. 1947 entstand auch das dritte Hollerner Gut, genannt Gut Neuhof.
1936 wurde südlich von Hollern eine Geflügelzuchtanstalt gebaut. Nachdem sie 1945 abgebrannt war, wurde sie wieder errichtet. Um das Areal entstand später der Ortsteil Geflügelhof.
Der westlich der B 13 gelegene Teil Hollerns kam 1990 zur Nachbarstadt Unterschleißheim.

Die Ortsteile Hollern und Geflügelhof sind dank ihrer idyllischen Natur gern besuchte Ausflugsziele. Der durch langjährigen Kiesabbau in der Nähe entstandene Baggersee ist heute als Hollerner See überörtliches Erholungsgebiet von hoher Beliebtheit.