Geschichte der Gemeinde Eching

Als Ehingas wird der heutige Ort Eching im sogenannten Cozroh Codex, einem Traditionsbuch des Hochstifts Freising, erstmals im Jahr 773 erwähnt.

Archäologische Funde aus der Zeit der Glockenbecherkultur (2600 bis 2200 v. Chr.), der Bronzezeit (2200 bis 1600 v. Chr.) sowie aus der Hallstattzeit (800 v. Chr.) und der La-Tène-Zeit (um 300 v. Chr.) zeigen, dass die Echinger Gegend bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt war.

Bis 1803 war Eching neben Günzenhausen und Deutenhausen Teil der Hofmark Ottenburg des Hochstifts Freising. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die Verwaltung im Königreich Bayern neu gegliedert wurde, bildete man aus Eching, Dietersheim und Hollern die politische Gemeinde Eching. Eching war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein vor allem durch Landwirtschaft geprägt. Das alltägliche Leben der Echinger Bauern war lange Zeit mit harter körperlicher Arbeit und Armut verbunden, da auf den Böden der Münchner Schotterebene wenig gedieh.

Eine Verbesserung trat im Laufe des 19. Jahrhunderts durch den Kartoffelanbau ein, der auch auf kargen Böden hohe Erträge ermöglichte. Wissen und Erfahrung zum Anbau der aus Südamerika stammenden Pflanze hatten die „Überrheiner“ mitgebracht, die aus der Pfalz nach Eching gekommen waren. Der Wachstum Echings und die Wandlung zu einem Wirtschaftsstandort mit städtischem Charakter setze ab Mitte des 20. Jahrhunderts ein.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Flüchtlinge und Vertriebene aus Maisch, dem Donauraum und dem Sudentenland in Eching eine neue Heimat. Die in den 1960er Jahren ausgewiesenen Gewerbeflächen nördlich der Bahnlinie und östlich der Autobahn, heute bekannt als Eching-Ost, waren auch für internationale Konzerne attraktiv. Durch das Schaffen neuer Arbeitsplätze sowie durch die Eingemeindung der vormals eigenständigen politischen Gemeinde Günzenhausen mit den Ortsteilen Ottenburg und Deutenhausen wuchs Echings Bevölkerung weiter.

Diese Veränderungen wurde in den 1970er Jahren durch ein erstes Gemeindeentwicklungsprogramm begleitet. Die bewusste Ortsgestaltung mit vielfältiger Architektur sowie der Bau von kulturellen und sozialen Einrichtungen machte Eching bundesweit zur vorbildlichen Gemeinde. 1981 wurde der Ort dafür beim Wettbewerb „BÜRGER ES GEHT UM DEINE GEMEINDE“ mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Auch heute gilt Eching als lebenswerte Gemeinde vor den Toren Münchens. Dank eines lebendigen Vereinslebens, vielfältiger sportlicher und kultureller Angebote sowie nahegelegener, beeindruckender Natur wie dem Echinger See und dem Hollerner See oder den Naturschutzgebiete Garchinger Heide, Echinger Lohe und Mallertshofer Holz mit Heiden ist ein hoher Freizeitwert gegeben.