Dietersheim

Nahe an Natur und Stadt

Die erste urkundliche Erwähnung von Dietersheim datiert auf den Zeitraum 859 bis 875. Aufgrund archäologischer Funde aus der Bronzezeit (2200 bis 1600 v. Chr.) kann davon ausgegangen werden, dass die Geschichte des Ortes in die vorchristliche Zeit zurückreicht. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Dietersheim zum Amt auf dem Gfild und damit zum Landgericht Kranzberg. Einer der vier Galgen im Gebiet des Landgerichts stand an der Landstraße bei Dietersheim und war baulich bis in das frühe 20. Jahrhundert erhalten. Das im 17. und 18. Jahrhundert eingerichtete Leprosenhaus des Landgerichts Kranzberg stand ebenfalls in Dietersheim und diente Erkrankten aus der Umgebung als Zufluchtsort.

1818 wurde Dietersheim im Zuge der Gemeindebildung im Königreich Bayern zusammen mit Hollern Teil der Gemeinde Eching.

Das Ortsbild von Dietersheim war lange durch die landwirtschaftlichen Anwesen geprägt. Nahe der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein eindrucksvolles Schulhaus gebaut. Es entstand nach Plänen von Johann Leonhardt, dem Bezirksbaumeister im Königlichen Bezirksamt Freising.

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Ortsteil stark gewachsen. Die Neubaugebiete von Dietersheim sind beliebte Wohngegenden. Neben einem regen Vereinsleben vor Ort bietet Dietersheim mit den nahen Isarauen und dem Naturschutzgebiet Garchinger Heide vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Über das nahegelegene Forschungszentrum der TU München sowie die Stadt Garching ist die Landeshauptstadt München schnell via U-Bahn erreichbar.

Berühmte Söhne von Dietersheim sind der Echinger Chronist Georg Kollmannsberger (1920 bis 2007) und der Kunstmaler Barthl Mayer (1909 und 1965). Den beiden Freunden diente ihr Heimatort als Inspiration für zahlreiche Werke.